Design Glossar

27
"Alleinstellungsmerkmal"

Das Alleinstellungsmerkmal wird im Design und im Marketing sowie in der Verkaufspsychologie als das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich ein Produkt oder Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Diese Merkmale können funktional und/oder gestalterisch geprägt sein. In einer erfolgreichen Design- und Entwicklungsprozess entstehen dadurch veritable Kundenvorteile und Unternehmenswerte. Das Alleinstellungsmerkmal, auch unique selling proposition oder kurz USP sollte „verteidigungsfähig“, zielgruppenorientiert und wirtschaftlich sein sowie in Preis, Zeit und Qualität umgesetzt werden. Ein Alleinstellungsmerkmal bildet in Summe mit anderen Faktoren das Markenversprechen.


"Ästhetik"

Der Begriff der Ästhetik entstammt aus dem griechischen aísthēsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“ und war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit. Diese Lehre bezog sich überwiegend auf die Gesetzmäßigkeiten und die Harmonie in der Natur und der Kunst. Umgangssprachlich wird der Ausdruck ästhetisch heute meist als Synonym für schön, geschmackvoll oder attraktiv verwendet. In der Wissenschaft bezeichnet der Begriff die Summe von Eigenschaften, die darüber entscheiden, wie Menschen Gegenstände wahrnehmen.


"Benutzerführung"

System unterschiedlichster Hinweise in Form, Farbe und Grafik zur Vereinfachung des Bedienablaufes eines Produktes. Eine intelligente Benutzerführung basiert auf Erkentnissen der Wahrnehmungspsychologie, auf Benutzerbeobachtungen deren Auswertung und abgeleiteter Erkentnisse. Gute Benutzerführungen verbessern Handhabungskomfort und Sicherheit im Umgang mit einem Produkt.


"Branding"

Synonym für Markenbildung und Markenumsetzung. Branding aus dem englischen "Brandzeichen setzen", bezeichnet die Übertragung einer Marke auf Produkte. Im Design versteht man unter Branding häufig nur die grafische Platzierung des Unternehmenslogos auf dem Produkt im Abgleich mit den unternehemnsspezifischen CI Richtlinien. Branding ist jedoch darüber hinaus auch der Aufbau und die Weiterentwicklung einer Marke.


"Design"

Unter dem Begriff Design versteht man die visuell emotionale, funktionale und haptische Ausbildung eines Produktes. Gutes Design orientiert sich am Menschen und seinen speziellen Bedürfnissen. Diese Bedürfnisse reichen von körperlichen und psychischen Bedürfnissen bis hin zu Anforderungen des menschlichen Verstands an die gegenständliche Umwelt. Design folgt dabei nicht allein selbst gesetzten Regeln und Intentionen, sondern muss sich vor allem mit den Interessen jener Gruppen oder Personen auseinandersetzen, denen das Design dienlich sein soll. Dadurch ist Design und sind die Entwürfe vor allem zweckorientiert. In der Designtheorie wurde dafür der Begriff der Funktionalität geprägt. Nicht zuletzt durch seine Zweckorientierung unterscheidet sich Design von der Kunst. Design ist die Kunst, Funktion mit Ästhetik und Emotionalität zu verbinden.


"Design Center"

Das Design Center Baden Württemberg ist das einzigste staatliche Designzentrum der Bundesrepublik. Ansässig im Haus der Wirtschaft in Stuttgart Mitte ist es wichtiger Bestandteil der Wirtschaftsförderung des Landes Baden Württemberg. Seine Aufgabe besteht darin, Designthemen in die Öffentlichkeit zu tragen und Orientierung zu geben, wenn es darum geht, durch konsequenten Einsatz professioneller Gestaltung Vorteile bei der Marktpositionierung von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen zu erreichen. Die Kooperation mit Verbänden, Industrie- und Handelskammern, Innovationszentren und vergleichbaren Institutionen spielt dabei häufig eine große Rolle.


"design to cost"

Ein spezieller Schwerpunkt der defortec Leistungen sind Designkonzepte für die wirtschaftliche Umsetzung neuer Produkte. Dieser spezielle Ansatz - design to cost - steht für intelligentes Design, das eine kostensparende Produktion und damit eine rasche Rentabilität der Designentwicklungskosten ermöglicht.


"Designbüro"

Ein Designbüro oder eine Designagentur ist ein Dienstleistungsunternehmen, das auf die Entwicklung von Corporate Design (eigenständiges Erscheinungsbild), der Markenentwicklung, dem Packungsdesign, dem Produktdesign (Form/Struktur/Funktion) oder dem Userinterfacedesign spezialisiert ist. Designbüros arbeiten in Entwicklungsaufträgen als Partner der jeweiligen internen Abteilungen des Auftraggebers.


"Designentwicklung"

Kernaufgaben einer erfolgreichen Designentwicklung sind für defortec die Emotionalisierung, Individualisierung und das Herausarbeiten markenspezifischer Produktmerkmale. Die Produkte unserer Kunden haben eine klare Formensprache und einen hohen Wiedererkennungswert.


"Designkonzept"

In dieser wichtigen Bearbeitungsphase werden Produktvisionen entwickelt, logische neue Form- und Funktionskonzepte erarbeitet und über das Design die Emotionalisierung des Produktes erzeugt. Klare, unverwechselbare und zukunftsweisenden Strukturen, die Form, Material und Funktion verbinden, geben dem Produkt seinen zukünftigen einmaligen Charakter. Diese innovativen Designkonzepte werden detailliert ausgearbeitet, anhand von Varianten überprüft, sauber durchgearbeitet und im anschließenden Dialog mit dem Kunden zum fertigen Produkt entwickelt.


"Designpreise"

Ausgeschriebene Wettbewerbe die die Designqualität der eingereichten Produkte bewertet. Für diese Bewertungen werden Fachjurys zusammengestellt, die die Einreichungen sichten und hervorstechende Produkte auszeichnet. Diese Auszeichnungen können in Form von Logos für Marketingzwecke in der Produktvermarktung verwendet werden. Designpreise sind heutzutage überwiegend Kostenpflichtig.


"DMDK"

Der Deutsche Marken- und Designkongress, kurz DMDK ist ein international bedeutender Kongress der Designbranche und wird vom Rat für Formgebung veranstaltet.


"Ergonomie"

Die Ergonomie ist die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher bzw. automatisierter Arbeit. Ziel der Ergonomie ist es, die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsablauf, die Anordnung der zu greifenden Gegenstände (Werkstück, Werkzeug, Halbzeug) räumlich und zeitlich optimiert anzuordnen sowie die Arbeitsgeräte für eine Aufgabe so zu optimieren, dass das Arbeitsergebnis (qualitativ und wirtschaftlich) optimal wird und die arbeitenden Menschen möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt werden, auch wenn sie die Arbeit über Jahre hinweg ausüben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Benutzerfreundlichkeit, also der Verbesserung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsorganisation.


"Focus Open"

Focus Open, der Internationale Designpreis Baden Württemberg wird jährlich vom Designcenter Baden Württemberg ausgeschrieben. Er ist ein staatlich geförderter Designpreis und ist durch seine nichtkommerzielle Ausrichtung eine Besonderheit, die auch kleinsten Unternehmen eine Teilnahme ermöglicht. Die Auszeichnungen „Focus Gold“, „Focus Silver“ und „Focus Special Mention“ sind für die Preisträger und Ausgezeichneten ein wirksames Instrument der Markenstärkung, sowohl in der Außenwirkung im Markt aber auch innerhalb der ausgezeichneten Unternehmen und Agenturen.


"Graphical User Interface - GUI"

Als grafische Benutzeroberfläche oder auch grafische Benutzerschnittstelle (Abk. GUI von engl. Graphical User Interface) wird die Benutzerschnittstelle eines Computers über grafische Symbole bezeichnet. Sie ist eine Software-Komponente, die die Steuerung eines Computers durch Zeigegeräte wie eine Maus oder auch durch Fingerbewegungen direkt auf dem Schirm (Touchscreen) ermöglicht. Dadurch unterscheidet sich das Graphical User Interface als Bedienkonzept grundsätzlich von der Kommandozeilen-Interaktion mit einem Computer. Auch zeichenorientierte Benutzerschnittstellen ermöglichen eine nicht zeilenorientierte, d.h. den ganzen Bildschirm einbeziehende, Bedienung der Computerprogramme.


"Human machine interface - HMI"

Abkürzung des englischen Begriffes für die Benutzerschnittstelle „Human Machine Interface“ wird auch „Mensch-Maschine-Schnittstelle“ (MMS) oder englisch „Man Machine Interface“ (MMI) genannt. Das HMI ermöglicht dem Anlagennutzer das Bedienen der Maschine, das definieren der Prozessparameter und das Beobachten der Anlagenzustände und Prozeßabläufe. Moderne HMI Systeme sind Softwarebasierende Systeme, die eine einfache intuitive Interaktion mit dem zu steuernden Produkt ermöglichen. siehe auch User Interface Design


"iF product design award"

Ein wichtiger internationaler Designpreis, der jährlich von iF International Forum Design GmbH veranstaltet wird. Seit 1954 finden diese Designausschreibungen statt, die sich mittlerweile zu einer Serie von sechs Wettbewerben in unterschiedlichen Kategorien entwickeln haben. So gibt es neben dem klassischen iF product design award folgende weitere Wettbewerbe:
iF communication design award, iF design award China, iF material award, iF brand award, iF concept award.
An den einzelnen Wettbewerben nahmen 2002 etwa 5000 Beiträge aus den Bereichen Kommunikation-, Industrie- und Produktdesign teil.


"Industriedesign"

Industriedesign (Industrial Design) oder Produktdesign befasst sich mit dem Entwurf serieller gefertigter Produkte. Man unterscheidet im Industriedesign im wesentlichen zwei Bereiche: a) das Gestalten von Konsumgütern und b) das Gestalten von Investitionsgütern. Zu Konsumgütern gehören Möbel, Sanitärprodukte und elektronische Produkte, während sich das Investitionsgüterdesign auf Designentwicklungen von Produktionsanlagen, Medizin- und Laborgeräten, also mit Produkten für professionelle Anwendungen konzentriert. Der Designer arbeitet in diesen Projekten häufig in einem interdisziplinären Team, seine Aufgaben umfassen die Formfindung, die Markenentwicklung und die Optimierung der Funktion unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnissen einer Zielgruppe.

Der Industriedesigner ist, im Gegensatz zum Künstler nicht Gestalter von Unikaten, sondern von Produkten, die in einer seriellen Produktion hergestellt werden.


"Investitionsgüter + design"

Aus Sicht der Wirtschaftswissenschaft sind Investitionsgüter langlebige ökonomische Güter, die von Unternehmen zur Erstellung und Bearbeitung von Gütern angeschafft werden und buchhalterisch dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Die Gestaltung und Entwicklung von Investitionsgütern beschäftigt sich mit der Aufwertung, Optimierung und Emotionalisierung von Produktionsanlagen und weiteren Produktionshilfsmittel wie Prüfgeräten und Werkzeugen. Erfahen Sie mehr über das Investitionsgüter-Design und dessen fundamentalen Qualitätskriterien von Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ästhetik.


"Maschinenbau"

Der Maschinenbau (Maschinenwesen) ist ein klassischer Zweig der Industrie und eine klassische Ingenieurdisziplin. Dieses Arbeitsgebiet enthält die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Maschinen. Als Industriezweig entstand der Maschinenbau aus dem Handwerk der Metallbearbeitung durch Schmiede und Schlosser, als Ingenieurdisziplin nach modernem Verständnis durch systematischen wissenschaftlichen Bezug auf die klassische Physik, insbesondere auf die klassische Mechanik.


"Maschinendesign"

Maschinendesign befasst sich mit dem Entwurf von Produktionsanlagen. Seine Aufgaben umfassen die Formfindung, die Markenentwicklung und die Optimierung der Funktion unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnissen einer Zielgruppe. Langlebige ökonomische Güter, die von Unternehmen zur Erstellung und Bearbeitung von Gütern angeschafft werden und buchhalterisch dem Anlagevermögen zugeordnet sind werden unter gestalterischen Gesichtspunkten beleuchtet und entwickelt. Dies umfasst die Aufwertung, Optimierung und Emotionalisierung von Produktionsanlagen und weiteren Produktionshilfsmittel wie Prüfgeräten und Werkzeugen.


"Rat für Formgebung"

Der Rat für Formgebung gehört zu den international führenden Kompetenzzentren für Design. Als Dienstleister der Wirtschaft bietet er ein einmaliges Forum für den branchenübergreifenden Wissenstransfer von Marken- und Designkompetenz. Der Rat für Formgebung feierte im Jahr 2013 seinen 60. Geburtstag. Seiner Gründung ging ein Beschluss des ersten Deutschen Bundestages voraus, der für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die bestmögliche Qualität deutscher Erzeugnisse die Einrichtung eines solchen Gremiums forderte


"red dot design award"

Der Red Dot Design Award ist ein vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen ausgeschriebener, international anerkannterDesignwettbewerb, bei dem der „Red Dot“, ein roter Punkt, verliehen wird. Der red dot designaward für Produkte besteht bereits seit 1954. Seine Auszeichnung, der "Red Dot", ist ein weltweit anerkanntes Qualitätssiegel. Die besten Produkte erhalten die Auszeichnung mit dem Red Dot: Best of the Best.


"User experience"

Die Summe aller Sinneswahrnehmungen im Umgang mit einem Produkt, einer Steuerung, einer Umgebung oder Einrichtung. Die user experience, deutsch wörtlich: Nutzererfahrung, Nutzererlebnis oder Anwendererlebnis umschreibt alle Aspekte der Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einem Produkt oder einer Software.


"User interface design"

Unter User Interfacedesign versteht man die gestalterische und funktionale Entwicklung einer Benutzerschnittstelle. Diese Schnittstelle ist ein Bauteil oder eine Handlung, mit der ein Mensch mit einer Maschine oder einem Produkt in Kontakt tritt. Das einfachste Beispiel für User interface design ist der Lichtschalter: Er gehört weder zum Menschen, noch zur „Maschine“ (Leuchte), sondern ist die Schnittstelle zwischen beiden.

Damit eine Benutzerschnittstelle für den Menschen nutzbar und sinnvoll ist, muss sie auf seine Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasst sein. Systematisch betrachtet gehört die Benutzerschnittstelle zu den Mensch-Maschine-Systemen (MMS): Mensch ↔ Mensch-Maschine-Schnittstelle ↔ Maschine. Verschiedene Wissenschaften widmen sich dem Thema, etwa die Informatik, die Kognitionsforschung und die Psychologie.

Die Grundlagenkenntnisse für eine benutzerfreundliche Schnittstellen-Gestaltung werden im Design und in der Ergonomie erarbeitet. Die konkreten Tätigkeitsfelder sind hier Kognitive Ergonomie, Systemergonomie und Software-Ergonomie (usability engineering).


"VDID"

Der Verband deutscher Industriedesigner ist die größte berufsständische Vereinigung von Industriedesignern und sieht seine Rolle als Mittler zwischen Industrie und Design, ebenso wie zwischen Politik und Gesellschaft.


"zwomp"

zwomp ist ein online Magazin für Themenbereiche um Industriedesign. Zusätzlich liefert www.zwomp.de News aus der Bran­che und Arbei­ten des Desi­gn­nach­wuch­ses. Mit dem kla­ren the­ma­ti­schen Fokus auf Indus­trie­de­sign ist zwomp.de das ein­zige Medium die­ser Art im deutsch­spra­chi­gen Raum.