Aufbereitung von Kühl- und Schmierstoffen

Müller Hydraulik Combiloop CL6 G

Spanabhebende Bearbeitungsverfahren kommen nicht ohne die permanente Zufuhr von Kühl- und Schmierstoffen aus. Durch die hohen Prozessgeschwindigkeiten und Präzisionsanforderungen müssen diese im Kreislauf geführten Stoffe frei von Partikeln oder anderen Verunreinigungen sein. Für die Reinheit sorgen spezielle Aufbereitungsanlagen, die die Kühlmittel-Emulsionen aus der Bearbeitungsmaschine abführen, filtern, entkeimen, zwischenlagern und per Hochdruckpumpe wieder in den Produktionsprozess einspeisen.

Die Müller Hydraulik GmbH ist Spezialist für solche Aufbereitungsanlagen und präsentiert mit dem Typ Combiloop CL6 G ein komplett neu konzipiertes Gerät, das leistungsfähiger und zugleich deutlich besser reinigt. Das Industriedesign von defortec visualisiert diesen besonderen Status der Anlage und nahm sich auch der funktionalen Optimierung an.

 

Design, das die Marke stärkt

Grundsätzlich kann die Gestaltung von Peripheriegeräten – dazu gehört auch die Combiloop CL6 G – zwei verschiedenen Ansätzen folgen. Zum einen wäre da eine zurückhaltende, ja neutrale Formensprache, die den Hauptmaschinen die visuelle Dominanz überlässt. Die andere Designstrategie fusst auf einer eigenständigen Gestaltung, die die Werte der Maschine und des Herstellers selbstbewusst kommuniziert. Und für diesen Weg hat sich Müller Hydrauliks entschieden – die Combiloop CL6 G ist die erste Maschine einer umfassenden Design-Neuaufstellung.

 

Dynamisches und eigenständiges Design

Um diese Eigenständigkeit zu zeigen, entwickelte defortec ein Geometrie-Konzept, das nicht nur aus Horizontalen oder Vertikalen besteht, sondern abgewinkelte Linienführungen prominent platziert. So entsteht ein dynamisches, komplexes und prägnantes Erscheinungsbild, das unverwechselbar für den Hersteller Müller Hydraulik steht. Betont wird diese Verbindung durch die geschickte Einbeziehung der Corporate Color Magenta, die einen flächig-prägnanten Akzent zu den sachlichen Tönen Weiß und Dunkelgrau bildet.

 

Wartungsoptimiertes Konzept

Ein wichtiger Faktor bei der Designkonzeption spielte die optimierte Zugänglichkeit der relevanten Funktionskomponenten, vor allem der Filtermodule. Deren Positionierung innerhalb der Maschine war konstruktiv fix, defortec entwickelte ein mehrteiliges, hierarchiesiertes Verkleidungssystem. Die beiden frontseitigen Blechverkleidungen – eine abnehm-, die andere verschiebbar – müssen nur bei echten Defekten den Zugang ermöglichen. Weit häufiger steht der Zugriff auf die internen Partikelfilter an – daher befinden die sich hinter einer dunklen Glasfront, die sich ganz einfach zur Seite schieben lässt. Alles, was die Filter abscheiden – und das sind Partikel über 25 μm Durchmesser – landet im Spänekasten, der nicht wie häufig extern beigestellt wird, sondern komplett in der Maschine integriert ist. Zum Entleeren wird er einfach seitlich herausgefahren. Auch alle anderen Verkleidungselemente, die des seitlichen Schaltkastens, die der gezielt aufgeräumt gestalteten Rückseite und auch die Deckenteile sind komplett und vor allem schnell entfernbar.

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Interface hinter Glas

Das zentrale Anzeige- und Bedien-Interface befindet hinter einer rückseitig bedruckten Glasfront. Das große, kapazitative Display ist so im rauen Produktionsalltag effektiv gegen Verschmutzung und Beschädigung geschützt. Direkt über diesem Glaspanel befindet sich die obligatorische Signalleuchte. Sie ist einerseits ein per Neigung und Proportion integriert, andererseits ragt sie als einziges Element aus der Silhouette der Anlage heraus – ganz entsprechend ihrer Aufgabe, den aktuellen Status der Maschine weithin sichtbar anzuzeigen.

 

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Die defortec - Leistungen im Überblick

 

• Prozessanalyse
• Designentwürfe unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Wartungsthemen
• Durchgängige Designsprache für alle Maschinen
• Design für innovativen Herstellungsprozess

 

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Good to know...

Ein kleines Glossar, das die Verständigung über Design vereinfachen soll. Zum Glossar
"Funktionalismus"

Beim Funktionalismus steht das Design nicht im Vordergrund, sondern die bestimmte Funktion des Gegenstandes. Das Design ergibt somit aus der Funktionalität des Gegenstandes. Diese Funktion kann aus technischer, oder praktischer Sichtweise ergeben. Die Höhepunkte des Funktionalismus traten nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Ende der 70-Jahre in Erscheinung. Im Vordergrund steh dabei immer der Verwendungszweck und nicht die ästhetische Form. Die Gestaltung ist im Normalfall nüchtern, sachlich und gradlinig. Die technischen, funktionalen Aspekte werden gegenüber der (ästhetischen) Form betont.